Junkie-Ufer

Junkie-Ufer

Kersten Flenters Junkie-Ufer geht unter die Hirnhaut!

In kurzen Absätzen, Cuts und Malaisen reißt die Erzählung den Leser mit durch die kariösen Häuserfassaden in das Innenleben der Hauptcharaktere.

Sie heißen Stroganow, Kay (Flenters Alter Ego), Henry Traum, Luna und - immer wieder - der Sohn des Bluessängers Robert Johnson, die Figur, die den musikalischen Ton angibt in diesem Stück: den Blues. Ein knisternder moderner Blues, in einer Sprache, die leicht vom Erzählerischen ins Abstrakte gleitet und zurück. Ingvar Ambjörnsen, einer der möglichen literarischen Paten.

Das Bündnis gegen Arbeit liefert sich Dialoge im Ohrfeigenformat. Schlagfertigkeit aus Not oder Wortökonomie!, wie Kay Stroganow befiehlt, und im nächsten Moment serviert ihm Stroganow zwischen zwei Zügen aus seinem Selbstangebauten eine Nachricht, die ihren Lebensrhythmus durchrütteln wird. Wo sie ?immer wieder den Alltag probieren? müssen. Dabei sitzen sie in Stroganows Bude, was bedeutet, daß neben ihnen sechs Fernseher gleichzeitig laufen...

Ein Buch aus Bier, Wein, Zigaretten und Blues, getrunken, geraucht und gehört von schrägen Charakteren mit Löchern im Fleisch oder in der Seele, und ihrem reichen Erfahrungsschatz:

Wenn du nicht mehr weißt, wo es in der Stadt langgeht, orientierst du dich in diesen Breitengraden einfach an den Satellitenschüsseln, die sind immer nach Süden ausgerichtet. Auf die Sterne können wir getrost verzichten.

...aber nicht auf solche Veröffentlichungen!

ISBN: 3-931140-22-9
Killroy Media, 2000
Killroy 10 + 1 Stories
80 Seiten, gebunden

13,00 EUR

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